Am 12.02. besuchten wir die LAS Art Foundation, eine gemeinnützige Institution und Plattform für Kunst, Wissenschaft und neue Technologien, die die Arbeit „Liminals“ von Pierre Huyghe zeigte. Sie bewegt sich zwischen Philosophie und Naturwissenschaft, setzt sich mit Konzepten des Ungewissen anhand von Theorien der Quantenphysik auseinander. 100 Jahre Forschungsgeschichte sind der Anlass für LAS, die Installation von Huyghe in der Halle am Berghain zu präsentieren.
Der Ort ist unheimlich – riesig, dunkel und laut. Während wir uns mit Kerngedanken der Quantenphysik beschäftigen, muss Jöran Mandik, der den Workshop leitet, immer wieder Pausen einlegen, da der Lärm in unregelmäßigen Abständen – random – über unseren Kopfen zu sehr anschwillt. Mandik hat Stadtplanung und Urban Design studiert, arbeitet im Bereich Design Thinking und erklärte uns die Basics der Quantenphysik überraschend verständlich. Mit einem Warm up mit Tennisbällen haben wir zuerst die Gesetze der klassischen Physik nachvollzogen, wobei man genau vorhersagen kann, wo sich ein Ball befindet und wie er sich bewegt. In der Quantenphysik ist das anders: Teilchen können sich unvorhersehbar verhalten (random) und sogar mehrere Zustände gleichzeitig haben, das nennt man Superposition.
Wir haben außerdem über Quantencomputer gesprochen und darüber diskutiert, welchen Einfluss diese Technologie auf unsere Zukunft haben könnte.
Zum Schluss haben wir Plakate zur Frage gestaltet, welche Fragen diese Forschungsrichtung sich stellen müsste. Eine Frage ist unserer Meinung nach, wer darf Zugriff auf diese Technologie haben, eine andere betrifft den Ressourcenverbrauch.
Der Nachmittag brachte uns einen spannenden Einblick in die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und unsere Zukunft.
